Adventure-Weekend "Auf Tatanga Mani's Spuren..."

11./12.06.05, Ägeri

Bilder

Auf Tatanga Mani's Spuren...

...unter diesem Motto starteten wir ins erste Adventure-Weekend!

Anstelle eine Camps hatten die Kinder vom Fitnessbereich des SVT das erste Mal die Möglichkeit an einem «Adventure-Weekend» teilzunehmen. Nach dem Motto «Auf Tatanga Manis Spuren» versammelten sich 20 Kinder mit einem 9-köpfigen Leiterteam am Samstagmorgen beim Schulhausplatz Tägerig. Dort wurden die zukünftigen Indianer gleich in 4 Stämme eingeteilt (Sioux, Apachen, Kiowas und Irokesen). Auch die Kriegsbemalung und der Federschmuck durfte gleich aufgesetzt werden. Nach einer kurzen Instruktion durch unsere 2 hübschen Indianersquads ging es dann auch schon los auf Spurensuche.
Die Kinder folgten dem unüberhörbaren Geschrei von 3 Indianern und trafen so auch schon das erste Mal auf den Häuptling, der ihnen kurz eine Geschichte und die nächste Aufgabe (Puzzleteile sammeln) übermittelte.
Via Steinbruch, wo die Gruppen Schätzfragen beantworten mussten ging es zur Post Tägerig, von wo aus wir mit dem Postauto nach Mellingen Heitersberg fuhren. Danach ging es über Zürich nach Zug. Dem hohen Lärmpegel- und den vielen Fragen der Kinder nach zu urteilen, waren sie sehr gespannt, was sie dieses Wochenende erwarten durfte. In Zug angekommen legten wir einen kleinen Fussmarsch zur nächsten Bushaltestelle hin und dort wartete auch schon ein Postauto nach Unterägeri. Von da an ging es weiter in Richtung Ägerisee. Dem Ufer entlang hatten die vorausgerittenen Indianer Ballone verteilt, in denen sich zum Teil Puzzleteile befanden. Die Aufgabe der Kinder war es, in ihren Gruppen möglichst viele Teile zu sammeln. Leider hat es einen Ballon abgetrieben und wir waren nahe dabei raus zu schwimmen (18°C kaltes Wasser), doch wie sich später herausstellte war der Ballon sowieso leer.
Nach ein paar amüsanten Tiergeräuschen und einer kurzen Zwischenverpflegung mit schmackhaft zubereiteten Äpfeln und Birnen, machten wir uns auf den Weg in Richtung Oberägeri. Unterwegs fanden weitere Gruppenspiele statt. So mussten z.B. nochmals ein paar Fragen (Multiple Choice) zur Indianergeschichte beantwortet werden. Den Rest der Wanderung verkürzten wir uns mit Tricks & Spielen welche die Kinder uns- und sich gegenseitig beibrachten. Nach einem steilen Aufstieg und ein paar Kurven wurden auch schon das erste Mal die Tipizelte erblickt. Dieser Anblick brachte die Kinder dazu ihr Tempo etwa zu verdreifachen, um ja als erster oben zu sein...
Beim Bauernhof angekommen gab es eine kurze Instruktion über das Gelände und ein paar wichtige Informationen zum Tagesablauf bevor die Kinder die Tipis bevölkern konnten.
Nach dem sie sich eingerichtet- und einen kleinen «Zvieri» zur Stärkung genommen hatten ging es weiter mit der Zusammensetzung der gesammelten Puzzle-Teile. Und siehe da, dank der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Stämme, war eine Schatzkarte ersichtlich. Jetzt ging es also darum denn Schatz im nahe gelegenen Umfeld zu suchen. Verstreut im Wald, am Klettern oder grabend suchten die Kinder nach dem Schatz, welcher dann Joshua nach einiger Zeit entdeckte und so die Ehre hatte, diesen zu öffnen. Er durfte aber nur den ersten Teil öffnen, wobei er nebst zahlreichen Süssigkeiten ein wichtiges Dokument fand, das die Kinder zum weiteren Teil des Schatzes, zu den Aufgaben und Bräuchen der Indianer informierte.

Nach diesem Teil ging es sofort weiter mit einem Spiel namens «Marderpfahlerligs». Es wurden 3-5 Kinder als Fänger eingeteilt, welche sich gemeinsam auf die Suche nach ihren versteckten Kollegen begaben. Wurde jemand gefangen, musste er in eine abgesperrte Zone um einen Pfahl stehen und warten bis er wieder von einem Kollege, welcher den Pfahl umwerfen musste, befreit wurde...
Nach 2 weiteren Gruppenspielen ging es wieder zurück zum Bauernhof (Zeltlager). Dort angekommen, durften sich die Kinder entscheiden, ob sie lieber beim Kochen helfen- oder Instrumente basteln wollten. Die Leiter unterstützen beide Gruppen tatkräftig, so dass nach etwa einer Stunde nebst Trommeln, Gitarren und Rasseln auch ein vielseitiges Salatbuffet und diverse Zutaten (Fleisch, Gemüse) für feine Grillspiesse bereit standen. Die Spiesse wurden von Grillmeister Indianer Krambambuli liebevoll zubereitet und waren ein Schmaus für alle.
Nach dem Essen gaben die Kinder mit Hilfe von ein paar 'älteren' Indianern ein Livekonzert und sie versuchten danach mit Geschrei den Geist Tatanga Manis zu rufen. Mit Erfolg...

Am rund 200 Meter entfernten Waldrand erschien Fackellicht, welchem wir alle sofort folgten. Dort angekommen erwartete uns ein atemberaubender, mythischer Anblick. Ein Pfahl mit eingeritzten Schriften und im Hintergrund der Ägerisee, dies alles bei Sternenhimmel – einfach indianisch.
Da trat auch schon der Häuptling auf. Er sprach kurz zu den Kindern und wies auf die bevorstehende Taufe hin. Nachdem alle Kinder einen passenden Namen erhalten hatten und nun zum Kreise der Indianer gehörten, feierten wir dies mit einem Tanz- und Gesangsritual. Danach gab es noch feiner Kuchen, bevor es dann zurück in Richtung Zelt ging. In den zwei Zelten war noch einige Zeit eine heiter, fröhliche Stimmung, doch auch die Müdigkeit war einigen anzumerken und so wurde es auch schon ganz bald still in unserem Indianerdorf...

Am nächsten Morgen erwartete uns ein feines «Zmorge» auf dem Hof und anschliessend wurden die Taschen gepackt, bevor es mit der ultimativen Stammes-Olympiade weiterging.
In 4 Disziplinen (Pferderennen, Büffeljagd, Feuerplausch und Hufeisen-Werfen) suchten wir den mutigsten Stamm, welchen wir mit den Kiowas auch fanden.
Danach durften sich die Kinder vor dem Mittagessen noch im Pfeilbogenschiessen versuchen oder einfach ausruhen.
Nach dem Essen begaben wir uns alle in ein Zelt, wo wir zu Trommelgeräuschen das Abschlussritual machten. Der mutigste Stamm erhielt wunderschön gebastelte Traumfänger und alle anderen Stämme durften sich als Erinnerungsgeschenk schöne Indianersteine aussuchen. Auch durften sie das hölzerne Namenstäfelchen mit nach Hause nehmen.

Wir begaben uns wieder auf den Rückweg über Feld und Wiesen, wo wir schon bald am See ankamen und dort noch kurz zum Essen rasteten und mit den kleineren einige Spiele machten.

Die Rückfahrt verlief einiges ruhiger als die Hinfahrt. Von Zug bis Zürich mussten wir sogar noch stehen im Wagen, da die SBB anscheinend ein Problem hatten, für 3 Gruppen genügend Platz zu reservieren. Aber wir überlebten es und kamen einige Minuten später müde, aber aufgestellt in Tägerig an.
Nach einem Abschlussfoto wurden die Indianer von ihren Eltern nach Hause gebracht.

Das «Adventure-Weekend» war ein rund um gelungener Anlass und bleibt sicher ein unvergessliches Erlebnis.
Wir blicken in die Zukunft und hoffen au weitere tolle Events dieser Art.

Trutiger Hahn (Joel)


Eindrücke der teilnehmenden Indianer:

- „Es isch voll geil gsi!“ (Silberpfeil)

- „Mer het d`Indianertaufi am beschte gfalle, aber min Name fend i doof! S`Thema „Indianer“ het mer guet gfalle.“ (Flinke Zunge)

- „Ich hetti gern Muetprobene gha bi de Wettkämpf“ (Adlerauge)

- Eus hets Pfiilbogeschüsse am beschte gfalle“ (Adlerfeder und Bärenkralle)

- Mer het d`Übernachtig im Tipizelt gfalle“ (Schneller Falke)

- Mer händ all di vele Spiili gfalle“ (Wolfsblut)

- „Die grosse händ immer bi eus is Zält ineglueget....“(Wolfsblut und Feuerluchs)

- „Ich finds Namenstäfeli lässig“ (Feuerluchs)

- „D`Schatzsuechi hani lässig gfunde“ (Lachende Sonne)

- „Eus het ned gfalle, dass mer nume 1 Nacht blibe sind ... und s`laufe!“ (Kleiner Rabe, Lachende Sonne, Roter Mond, Fallendes Blatt)

- „S`beschte han ich gfunde, won ich is Bett han dörfe go - will ich jo soooo müed gsi ben“ (Flinkes Reh)

- „D`Nachtwanderig zum Wald het mir sehr guet gfalle!“ (Gelber Stern)

- „Mer händ Tierli um de Buurehof gfalle, won ich han dörfe streichle und füettere“ (Bunte Feder)

- „Taufi im dunkle Wald mit de Fackle isch schön gsi, aber min Indianername fend ich doof!“ (Morgenröte)

- „D`Puzzleteili sueche han ich lässig gfunde“ (Waldläufer)

- „S`schlafe im Tipizält het mer ned eso gfalle - es esch uuu härt gsi am Bode z`schlofe!“ (Bärenkralle)