Skiweekend

06.-08.03.2020, Hasliberg

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Knackiges aus Hasliberg

„Würdest Du bitte vom Skiweekend einen knackigen Bericht schreiben?“ So die Aufgabenstellung für die folgenden Zeilen. Herausforderung angenommen. Ich werde es versuchen.

Wenige Tage bevor das unsägliche Virus auch unsere Breitengrade in den Griff bekommen hat, machte sich eine noch unbekümmerte Schar SVTler auf und genoss ein virusfreies Skiweekend im Hasliberg. Corona… was? Es ist schon interessant zurückzublicken, wie nah das Thema an diesem ersten Märzwochenende eigentlich war und doch noch weit weg. Zwar drehten sich die Diskussionen am Tisch immer wieder um dieses Thema, aber so richtig glauben mochte niemand, dass wir eine gute Woche später derart einschneidende Konsequenzen erleben werden. Nun war dies also der letzte Barbesuch für eine lange Zeit, an diesem Samstagabend im Hotel Reuti. Ja, wenn wir das gewusst hätten, dann wären wir bestimmt noch länger nicht heim…
Wie wir es von Vize Sevi gewohnt sind, war auch dieses Skiweekend knackig organisiert. So war die Anreise individuell am Freitag oder Samstag möglich und mit Skipass und Zimmerzuteilung hats trotzdem einwandfrei geklappt. Alles im Griff also, bis aufs Wetter, aber wer kann hier schon etwas tun. Also mussten wir uns am Samstag mit bescheidenem Wetter begnügen. Dafür war der Neuschnee aber so was von knackig! Und am Sonntag dann umgekehrt: sonniges Bergwetter, der Schnee jedoch schon wieder lahm. Diese Bedingungen wurden vom boardenden und skifahrenden SVT-Volk in Bezug auf Intensität der ausgeführten sportlichen Aktivität sehr unterschiedlich aufgenommen. Von top motiviert bis „na ja, ich seh‘ mich dann wohl mal an der Bar“, war die ganze Bandbreite vertreten.
Als etwas übermotiviert könnte man jenes Trüppchen beschreiben, das die samstäglichen Schneeverhältnisse der Talabfahrt ein wenig stark durch die rosa Brille gesehen hat und sich nicht um die gesperrte Abfahrt scherte. „Kann ja nicht sein, da fahren wir aber sicher runter. Wer nimmt denn schon die Gondel?“ Also hopp, unter der Absperrung durch, sind ja super Verhältnisse – macht schon Spass! Schon bald aber war das Skivergnügen zu Ende und der weg ins Tal konnte nur noch zu Fuss mit geschulterten Brettern zurückgelegt werden. Sehr professionell sah das wohl nicht aus, immerhin aber wurden dabei die Wädli knackig trainiert.
Virus, Wetter, top Story, was fehlt noch? Ach ja, Kulinarik und Geselligkeit. Knackig waren sie, die Wienerli in der Gerstensuppe und die Rüebli in der Gemüselasagne. Soweit so gut. Auch das Frühstücksbuffet und das Abendessen, in der ansonsten mit etwas weniger knackigen Matratzen ausgestatteten Gruppenunterkunft, mochte überzeugen. Nicht so prächtig geschlafen? C’est la vie… Unsere Teilnehmerrunde war zwar etwas kleiner wie auch schon. Dafür aber umso geselliger waren die Après-Ski-Sessions am frühen und die Tischrunden am späten Abend.
So war es wie immer: wer nicht dabei war, hat etwas verpasst und wer dabei war, freut sich schon wieder aufs nächste Mal.

Adrian